Aida ist die Nummer 1 in Deutschland – mit der Aida Stella im Jahr 2013 und den Neubauten aus Japan, die 2015 und 2016 kommen, wird es insgesamt zwölf Schiffe geben. Bis auf Aida Cara bin ich auf allen Aidas schon gewesen. 2003 war meine erste Aida-Reise auf der Aura. Highlight war mit Sicherheit aber die Transatlantik-Reise auf der Vita im Jahr 2004. Heute ist es nun mal Zeit für ein Loblied – auf die Dinge, die mir bei Aida richtig gut gefallen!

  1. Der Kussmund Es ist einfach ein tolles Gefühl: Man sitzt im Transferbus vom Flughafen – und das Erste was man sieht vom Schiff, sind die rote Lippen, der Kussmund. Entworfen vom Künstler Feliks Büttner – und einfach nur das Markenzeichen schlechthin. Ich weiß noch, wie enttäuscht ich vom Aussehen des Schiffs meiner ersten Nicht-Aida-Kreuzfahrt war. Das war die Monarch of the Seas von Royal Caribbean International – einfach nur weiß – ziemlich langweilig, finde ich. Norwegian Cruise Line bemalt ja auch die Schiffe – da fehlt mir aber eine einheitliche Linie. Wirklich gelungen finde ich keine Bemalung bei Norwegian. Und die blaue Bemalung der Mein-Schiff-Flotte ist mir schlicht etwas zu kühl.
  2. Die lockere Atmosphäre Auch wenn es bei Aida früher noch lockerer zuging: Die Atmosphäre ist einfach sehr entspannt. Für mich ist das perfekt so.
  3. Aida ist deutsch Es hat einfach Vorteile auf einem deutschen Schiff zu sein. Es wird nicht erwartet, dass man irgendwelche Zwangs-Trinkgelder zahlt, es gibt keine notdürftig ins Deutsche übersetzte Speisekarten wie bei internationalen Reedereien, im Bord-TV läuft deutsches Fernsehen, die Shows sind auch mal auf Deutsch, zum Frühstück gibt es Nuss-Nougat-Creme, wie es wir Deutschen nunmal lieben.
  4. Der Außenbereich der Anytime-Bar Die Anytime-Bar auf den Aidas hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber den Diskos auf anderen Schiffen: Sie hat einen Außenbereich! Es gibt doch nichts Schöneres als in einer lauen Sommernacht von der Tanzfläche direkt zur Reling gehen zu können. Merkwürdig, dass sich das nicht schon viele andere Reedereien abgeschaut haben. So können Diskos auch fensterlos sein – kein Vergleich mit der Anytime-Bar!
  5. Die Buffets Aida setzt im Moment Maßstäbe, was Buffet-Restaurants auf Kreuzfahrtschiffen angeht. Da können andere Reedereien in der Regel gar nicht mithalten. Zum einen, was die Gestaltung der Buffetrestaurants angeht. Auf der anderen Seite die Vielfalt an Speisen und die Qualität. Ja, es kann da Schwankungen geben, aber die gibt es überall, wo Menschen kochen. Auch hier hilft ein Vergleich mit internationalen Reedereien: So gut sind die Buffetrestaurants nirgends.
  6. Der Tischwein Auch wenn's (noch?) kein All-Inclusive bei Aida gibt: Schön, dass mittags und abends ganz selbstverständlich Wein auf den Tischen steht. Weinkenner finden den sogar ganz annehmbar. Und ich finde es praktisch, dass man nicht noch auf den Weinkellner warten muss, der das Glas bringt, das dann möglicherweise noch extra zu bezahlen ist. Muss nämlich immer dafür bezahlt werden, wird die Kreuzfahrt gleich ein ganzes Stück teurer.
  7. Das Eis zum Nachtisch Ich geb's zu: Zum Nachtisch gibt es für mich in den Aida-Buffetrestaurants immer nur Eis. Mit ein bisschen Sahne und Krokant obendrauf. Das Eis hat wirklich eine gute Qualität! Wer das abstreitet, dem empfehle ich die Eistheke in den Buffetrestaurants von Celebrity Cruises: Da schmeckt das Eis nämlich einfach nur billig und künstlich.
  8. Das Rossini Ein Muss auf jeder Aida-Reise, auch wenn es sukzessive immer teurer geworden ist. Ich kenne noch Zeiten, da war der Besuch im Bedienungs-Restaurant bei Aida kostenlos (nur die Getränke mussten bezahlt werden). Das Essen ist bei meinen Besuchen immer kreativ und überdurchschnittlich lecker gewesen, auch der Service ist wirklich toll. Absolute Empfehlung!
  9. Die Rad-Ausflüge Was ich gar nicht mag: Massenausflüge in vollbesetzten Bussen. Wie schön, dass es auf Aida auch Ausflüge per Rad gibt! Schließlich bewege ich mich im Urlaub auch mal ganz gern. TUI Cruises bietet zwar auch noch Rad-Ausflüge an, aber ansonsten ist dieses Angebot bei den internationalen Reedereien eher nicht zu finden.
  10. Aida ist ein Stück geglückte Wiedervereinigung 1990 wurde die Deutsche Seereederei in Rostock privatisiert, drei Jahre später entschied man sich für einen Neubau, der nach amerikanischem Vorbild eine Art Funship werden sollte. Und der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Zwar gehört Aida Cruises mittlerweile zum Carnival-Konzern, aber die Wurzeln liegen ganz klar in der ehemaligen DDR.

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