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Wird Ende November durch das Atlantik Mediterran ersetzt: Das Atlantik Eurasia (oben) auf der Mein Schiff 3.

Aus drei mach zwei: TUI Cruises ersetzt das Restaurant Atlantik Eurasia auf der Mein Schiff 3 und die Atlantik Brasserie auf Mein Schiff 4 und Mein Schiff 5 durch das bewährte Restaurant Atlantik Mediterran. Damit soll die hohe Nachfrage nach mediterraner Küche befriedigt werden, schreibt die Reederei auf ihrer Facebook-Seite. Auch auf der neuen Mein Schiff 1 wird das Atlantik nur noch zweigeteilt sein, wie auf den Deckplänen bereits jetzt zu sehen ist.

Die Dreiteilung des Hauptrestaurants Atlantik war 2014 die große Neuerung auf dem Neubau Mein Schiff 3. Zum Atlantik Klassik gesellten sich das Atlantik Mediterran und das Atlantik Eurasia – das Ganze auf zwei Decks verteilt. Ein Problem zeichnete sich schnell ab: Das Atlantik Eurasia war schlicht nicht so gefragt, so dass es bereits auf der Mein Schiff 4 durch die Atlantik Brasserie ersetzt wurde. Aber auch hier war die Nachfrage nach mediterranem Essen am Ende offenbar immer größer als nach französischer Kost.

Nun wurde nicht lange gefackelt: Das Atlantik ist auf Mein Schiff 3, 4 und 5 künftig nur noch zweigeteilt. So können die vorhandenen Tische gleichmäßiger genutzt werden – für Gäste könnte das geringere Wartezeiten bedeuten, die in der Vergangenheit nicht immer vermeidbar waren. Die Umstellung auf der Mein Schiff 4 passiert am 11. November, auf der Mein Schiff 5 am 18. November und auf der Mein Schiff 3 am 28. November.

Ein Schritt zurück, der aber nachvollziehbar ist. Die Motivation der Reedereien ist eigentlich klar: Die Aufteilung in mehrere Restaurants soll den Gästen mehr Vielfalt beim Essen während ihrer Kreuzfahrt bringen. Die Umsetzung gestaltet sich aber nicht nur bei TUI Cruises schwierig. Auch Royal Caribbean International hatte bei der Quantum-Klasse das klassische Hauptrestaurant auf vier kleinere Restaurants mit unterschiedlichen Konzepten aufgeteilt.

„Dynamic Dining“ war der Begriff dafür. Schon nach kurzer Zeit stellte sich aber heraus, dass sich die Gäste nicht so gleichmäßig auf die vier Restaurants verteilen, wie es nötig gewesen wäre. In diesem Jahr hat sich nun Royal Caribbean komplett wieder vom „Dynamic Dining“ verschiedet. In den vier Restaurants gibt es trotz unterschiedlicher Thematisierung der Räumlichkeiten das identische Essen.

Eine Reederei, die eine Dreiteilung des Hauptrestaurants erfolgreich umsetzt, ist Disney Cruise Line. Hier hat man aber keine freie Wahl des Restaurants, sondern man rotiert mit seinem festen Kellner nach einem vorgegebenen Schema durch die Restaurants. Außerdem gibt es zwei feste Tischzeiten – bei freier Zeit- und Platzwahl wie bei TUI Cruises würde sich hier eine Umsetzung vermutlich auch schwierig gestalten.

In der Theorie klang es plausibel: Der ehemalige Chef von TUI Cruises, Richard Vogel, 2013 im Interview mit mir über die künftige Dreiteilung des Atlantik-Restaurants.

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