Mein Equipment als Videoblogger

Viele von Euch haben immer mal gefragt: Mit welchem Equipment arbeitest Du eigentlich? Daher dachte ich mir, ich kläre das an dieser Stelle mal auf. Ich liebe Technik – das ist kein Geheimnis – und das sicher auch ein Reiz als YouTuber, dass man sich stets mit der neuesten Technik beschäftigen kann. Aber klar: Am Ende ist der Inhalt immer noch das Wichtigste.

Legen wir mal mit den Kameras los. Da ich ja vor einiger Zeit meine Liebe zu Vlogs entdeckt habe, war die Frage, welche Kamera dafür optimal ist. Kompakt bei toller Bildqualität mit optischem Zoom und klappbarem Display – das waren die Anforderungen. Gelandet bin ich bei der Canon PowerShot G7X Mark II für knapp 600 Euro. Eine Investition, die sich wirklich gelohnt hat! Die Bildqualität ist wirklich überragend, und der Bildstabilisator ist der Hammer. Schade ist, dass man kein externes Mikrofon anschließen kann – die Tonqualität ist okay – mehr nicht. Die dazugehörige App fürs iPhone ist nur so mitteltoll. Ein großes Problem: Fotos und Videos lassen sich nur komprimiert per WLAN von der Kamera aufs iPhone beamen und nicht in voller Qualität. Ein Video, das komplett mit der Kamera entstanden ist, findet Ihr hier.

In den seltensten Fällen nutze ich diese Kamera ohne ein Stativ (zum Festhalten). Meist nutze ich die Kamera mit dem Joby Hybrid Gorillapod. So lässt sich die Kamera unterwegs beim Laufen gut halten – diese Gorillapod-Stative sind aber auch optimal, um die Kamera mal eben an der Reling eines Balkons zu befestigen, um beispielsweise einen Sonnenuntergang als Zeitraffer zu filmen. Nicht so schön: Eines der Beine hat sich schon mal gelöst – das hätte ich bei dem Preis von knapp 40 Euro eigentlich nicht erwartet.

Wo ich mit der G7X Mark II an Grenzen stoße, weil der Weitwinkel mir nicht ausreicht oder es in einer eher lauten Umgebung ist, dann nutze ich eine Spiegelreflexkamera – und zwar die Canon EOS 200d. Die hat nicht nur einen Mikrofoneingang, sondern auch einen Flip-Screen – perfekt zum Vloggen! Aus heutiger Sicht würde ich wohl eher die spiegellose Canon M50 nehmen – aber auch mit der 200d bin ich soweit zufrieden. Besonders der Dual-Pixel-Autofokus kann sich sehen lassen. Also Objektiv nehme ich das sehr weitwinklige Canon EF-S 10-18mm 1:4.5-5.6 IS STM – das ist leicht und auch recht günstig. Für den guten Ton sorgt das Røde VideoMic Pro+.

Also klassischen Camcorder nutze ich mittlerweile nicht mehr den Panasonic HC-X909. Ich habe ihn ersetzt durch den Sony AX53 – ein 4K-Camcorder mit tollem Bildstabilisator.  Das ist die Kamera, die ich beispielsweise für den Live-Rundgang verwende, um nach vorn zu filmen.

Die zweite Kamera, die ich während des Live-Rundgangs verwende, ist die Canon Legria Mini X. Wesentliche Eigenschaft: Sie ist extrem weitwinklig (quasi wie eine GoPro) – im Gegensatz zu der besitzt sie aber ein klappbares Display und zwei sehr gute Mikrofone. Theoretisch könnte ich diese Kamera auch zum Vloggen verwenden, aber ich finde, man sieht sich diese extrem weitwinkligen Bilder schnell über. Zoomen kann man mit der Kamera nicht wirklich und die Bildqualität hält sich jetzt auch in Grenzen. Seit Anfang 2017 ist diese Kamera nicht mehr verfügbar. Ich habe mit Glück diese Kamera übrigens kostenlos erhalten, Canon hatte nämlich damals eine Promotion „Jeder zehnte Käufer bekommt sein Geld zurück“ – und ich hatte tatsächlich Glück!

Für den Live-Rundgang verbinde ich beide Kameras mit einem Gelenkarm, so dass sich beide Kameras übereinander befinden. Im Schnitt schneide ich dann zwischen den Bildern beider Kameras hin und her. Diese Konstruktion habe ich mir irgendwann mal ausgedacht, weil ich nach einer Variante suchte, wie ich so einen Live-Rundgang auch ohne Kameramann bewältigen kann. Bisher habe ich noch niemanden gesehen, der sich auch so eine Konstruktion gebastelt hat.

Wenn es daran geht, Wasserrutschen zu testen auf den Schiffen, dann muss eine wasserdichte Action-Kamera her. Hier ist meine Wahl auf die GoPro Hero Session gefallen, weil die kein zusätzliches Gehäuse benötigt und sehr unkompliziert in der Anwendung ist.

Will man Aufnahmen haben, die besonders wenig wackeln, dann nutze ich als Gimble aktuell den Vimble 2 von FeiyuTech für mein Smartphone. Dieser Gimbal kommt zum Einsatz, wenn ich einen kompakten Rundgang produziere – da sieht es dann zuweilen so aus, als würde ich durch das Schiff fliegen.

Die letzte Kamera ist die Kamera, die ich im Zweifel immer dabei habe – mein Smartphone, das iPhone 7 Plus – die Bildqualität ist mittlerweile wirklich überragend. Viele Fotos für Facebook entstehen damit – Videos gar nicht so häufig, weil ich meist doch eine der anderen Kameras dabei habe, die je nach Anwendungsfall besser geeignet sind. Livestreams für Facebook oder YouTube sende ich in der Regel auch über mein Smartphone.

Für den guten Ton am Smartphone sorgt das Røde SmartLav+ – dieses Lavaliermikrofon habe ich fast immer dabei. Beim Live-Rundgang nehme ich damit auch den Ton auf (während der Ton auf dem iPhone aufgezeichnet wird). Haken: Beim aktuellen iPhone braucht man einen Klinke-auf-Lightning-Adapter um das Mikrofon anschließen zu können.

Ganz neu im Einsatz das Røde VideoMic Me-L. wenn ich mit dem Smartphone mal in lauteren Umgebungen drehe und der Ton wichtig ist.

Mache ich Interviews beispielsweise, dann braucht man ein Handmikrofon. Ich habe mich für das iRig Mic HD entschieden. Auch hier wird er Ton auf dem iPhone aufgezeichnet – und die Tonspur wird später mit den Videoaufnahmen synchronisiert. Es ist etwas anfällig für Ploppgeräusche – aber ansonsten bin ich damit recht zufrieden. Es wird außerdem per Lightning-Stecker ans iPhone angeschlossen, so dass kein Adapter nötig ist.

Was ich für Interviews ohne Kameramann zwingend benötige, ist ein Stativ. Oberste Anforderung war, dass das Stativ möglichst leicht ist. Daher fiel die Wahl auf das Manfrotto BeFree Live. Es wiegt nur 1,8 Kilo und hat ein Packmaß von lediglich 40 Zentimetern. Dafür ist im Koffer bei mir immer noch Platz.

Geht es darum mit der Kamera eine Person, die spricht und sich bewegt zu begleiten, dann kommt meine Funkstrecke zum Einsatz. Da verwende ich das RødeLink-Filmmaker-Pack.

Geht es darum mal Sprachaufnahmen zu machen in besonders hochwertiger Qualität (ohne, dass ich zu sehen bin), dann greife ich zu meinem Großmembranmikrofon Røde NT1-A. Leider habe ich keine Aufnahmekabine, aber stattdessen soll bei mir der Reflexion Filter von SE Electronics für die gute Akustik sorgen – diese Kombination steht bei mir zu Hause in meinem Kleiderschrank – das klingt gar nicht schlecht.

Das Videos schneide ich mit Final Cut Pro X auf einem MacBook Pro (13 Zoll) aus dem Jahr 2013. Das ist mittlerweile mein einziger Rechner, ich hatte noch einen iMac (27 Zoll), den ich mittlerweile verkauft habe). Im Büro habe ich das Notebook an einem 24-Zoll-Monitor angeschlossen.

Was beim Arbeiten im Büro natürlich sinnvoll ist: Externe Maus und Tastatur – die Magic Mouse 2 und das Magic Keyboard von Apple. Beides Geräte (wie bei Apple üblich) für einen absurd hohen Preis – aber immerhin kommen Tastatur und Mouse mittlerweile mit eingebautem Akku. Zusätzlich nutze ich eine externe SSD mit 500 GB Speicherplatz (LaCie Rugged Thunderbolt).

Was beim Videoschnitt in der Öffentlichkeit natürlich nötig ist: Ein Kopfhörer. Hier verwende ich entweder den Bose QC35 mit Noise Cancelling oder aber die AirPods von Apple.

Das ist es also – mein Equipment. Ihr seht, da kommt einiges zusammen. Das ein oder andere Stück wäre da sicherlich entbehrlich, weil die Funktion auch andere Geräte aus meinem Bestand übernehmen könnten. Aber, wie gesagt, mir macht der Umgang mit Technik einfach Spaß!

(Die Links zu den Produkten sind Affiliate-Links zu Amazon – kauft Ihr daraufhin ein Produkt, bekomme ich eine kleine Provision, der Preis ändert sich für Euch nicht.)

Von |2018-09-06T17:05:54+00:00Januar 31st, 2017|Blog|2 Kommentare

2 Comments

  1. Steigerwald Walter 11. Dezember 2017 um 16:13 Uhr - Antworten

    Sehr geehrter Herr Morr,

    verfolge zur Zeit immer Ihre interessanten Beiträge..

    Wir haben für September eine Donaukreuzfahrt mit der neuen
    Nicko Vision gebucht.
    Wird im Juni in Frankfurt erst getauft und fährt dann zur Donau
    Dieses Schiff ist auf ein neues Konzept der Gastronomie
    aufgebaut.

    Wäre es evtl. für Sie auch möglich dieses in einem Beitrag zu senden.t.

    • matthiasmorr 18. Dezember 2017 um 12:05 Uhr - Antworten

      Also die wäre auch für mich interessant – definitiv – ich gucke mal 🙂

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